Überwachung der Mitarbeiter Qualifikationen

Fachbericht aus der AQUA & GAS Nr. 11 | 2020

Spezialisierte IT-Lösung zur Überwachung der Mitarbeiter-Qualifikationen

In der Gas- und Wasserversorgung sind die Fähigkeiten und Qualifikationen der in den Betrieben eingesetzten Mitarbeiter für einen reibungslosen betrieblichen Ablauf essenziell wichtig. Das Personal muss ausreichend geschult und qualifiziert sein, dies schreiben verschiedene Richtlinien vor, wie bspw. die Richtlinie G21 der SVGW oder die Trink-, Bade- und Duschwasserverordnung (TBDV). Im Folgenden wird aufgezeigt, wie heute mittels geeigneter IT-Lösung alle sicherheitsrelevanten Schulungen und Qualifikationen von Fachkräften effektiv verwaltet werden können und dadurch das Haftungsrisiko im Betrieb reduziert werden kann.

Qualitätsmanagementsysteme wie ISO und das vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. (DVGW) entwickelte Technische Sicherheitsmanagement (TSM) sind Treiber der Professionalisierung der Personalverwaltung und des Ausbildungsprozesses bei Wasser und Energieversorgern in Deutschland. Gerade das letztgenannte Qualitätsmanagementsystem wird derzeit aktiv seitens des DVGW propagiert. Hierbei handelt es sich um ein Regelwerk, das explizit auf die Zielgruppe Gas- und Wasserversorger zugeschnitten ist.

TECHNISCHES SICHERHEITSMANAGEMENT (TSM) «Das TSM ist ein Regelwerk […] mit Anforderungen an die Qualifikation und Organisation des technischen Bereiches mit dem Ziel der Sicherstellung einer geordneten und ordnungsgemässen Versorgung. TSM ist demnach ein branchenspezifisches Verfahren zur Selbstüberprüfung von Unternehmen hinsichtlich ihrer Organisationsstruktur und der Einhaltung gesetzlicher und technischer Vorschriften und soll helfen, mögliche Defizite in der Organisation systematisch zu erkennen und zu beheben.»

DVGW (dvgw.de)

Wie der Definition entnommen werden kann, ist die Qualifikation von Mitarbeitern einer der Schwerpunkte des Technischen Sicherheitsmanagements.

Auch in der Schweiz ein wichtiges Thema

In der Schweiz wird ebenfalls viel Wert auf die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften gelegt. Die Versorger müssen sich an Richtlinien wie die G21 «Anforderungen an die Qualifikation und die Organisation des technischen Bereiches von Gasnetzbetreibern unter kantonaler Aufsicht» des Schweizerischen Vereins des Gas- und Wasserfachs (SVGW) halten. Darin heisst es unter anderem in Abschnitt 6 – Personal, Absatz 6.1 zu den Personalqualifikationen, dass die Übertragung von Aufgaben nur an ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu erfolgen hat. Diese müssen über die notwendigen Ausbildungen und Kompetenzen verfügen. Zudem hat der Betrieb sicherzustellen, dass diese Anforderungen auch effektiv zutreffen, bevor eine Aufgabe an die Mitarbeiter übertragen wird. Weiter heisst es in dieser Richtlinie, dass insbesondere im Bereich der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes, die Mitarbeiter über unternehmensinterne Anweisungen informiert sein müssen und jederzeit Zugriff auf die entsprechenden Dokumente resp. Unterlagen haben sollten. Nicht zuletzt ist das Personal zur beruflichen Weiterbildung im eigenen Aufgabengebiet verpflichtet. Hinsichtlich der Dokumentation heisst es zudem, dass die Weiterbildungsmassnahmen der Mitarbeiter aufzuzeichnen und aufzubewahren sind. Das sind wichtige Anforderungen an die Betriebe in der Gasversorgung. Doch wie stellt man am einfachsten und am effizientesten sicher, dass man diesen Anforderungen gerecht wird? Mittels digitaler Lösungen, die sich vor allem auf den Bereich Arbeitssicherheit und Mitarbeiterqualifikationen spezialisiert haben, können effektive Haftungsrisiken verringert und die in der Richtlinie G21 oder in der TBDV formulierten Anforderungen eingehalten werden.

Personalqualifikationen entscheidend

Als Unternehmen hat man die Qualifikationen der Fachkräfte und der Fachaufsicht fortlaufend sicherzustellen und zu dokumentieren. Ohne Informationssystem gestaltet es sich ab einer bestimmten Unternehmensgrösse schwierig, dies auch zu einem genügenden Masse umzusetzen. Im Praxisalltag wird häufig eine Person aus der technischen Abteilung zusätzlich mit dieser Überwachungsfunktion betraut. Diese Person versucht sich oftmals mittels zumeist komplexer Systeme aus Excel-Dateien und Ablagesystemen zu helfen und so der fortlaufenden Überwachung gerecht zu werden. Ein solches System und Vorgehen ist jedoch sehr aufwendig zu pflegen, fehleranfällig und bietet keine automatisierte Überwachung. In Zusammenarbeit mit einem deutschen Bauunternehmen hat die Timly Software AG, ansässig in Zürich, eine Softwarelösung geschaffen, die kleineren und mittelgrossen Versorgungsunternehmen im Rahmen des Ausbildungsprozesses unterstützt. ...lesen Sie den ganzen Fachbeitrag im unten verlinkten PDF Dokument.

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