Der Digitalpakt 2.0 wird vom Bundesbildungsministerium als nächster Schritt und Meilenstein für die Digitalisierung von Schulen beschrieben. Dieses Ziel mag bewusst hochgesteckt sein. Ohne Zweifel handelt es sich aber bei der Digitalisierung um einen entscheidenden Faktor, um Schulen modern und zukunftsorientiert aufzustellen. Wir setzen uns in diesem Artikel mit den Details und Zielen auseinander und geben praktische Tipps für die Umsetzung. Dabei kommt der Inventarverwaltung bei der Einführung hochwertiger Technik eine entscheidende Bedeutung zu.

Was ist der Digitalpakt 2.0?

Die neue Förderrichtlinie Digitalpakt beschäftigt sich mit dem ganzheitlichen digitalen Wandel im Bildungssektor. Der Digitalpakt 2.0 definiert sich also nicht nur dadurch, eine bessere technische Ausstattung bereitzustellen. Daher gliedert er sich in drei sogenannte Handlungsstränge:

  1. Weiterentwicklung der digitalen Infrastruktur
  2. Förderung der Schul- und Unterrichtsentwicklung
  3. Stärkung der Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren“

Abgedeckt ist dadurch nicht nur die reine Beschaffung digitaler Ausstattung, etwa Tablets, Whiteboards oder Server-Infrastruktur. Ausdrücklich genannt ist auch der parallele Aufbau von Strukturen für den professionellen Support.

Dies ist bereits der Hauptunterschied zum Vorgänger: Gegenüber dem ersten Digitalpakt Schule, der zwischen 2019 und 2024 erstmals zum Ziel hatte, Schulen besser technisch auszurüsten, wurde der Digitalpakt 2.0 bewusst weiter gefasst. So liegt der Fokus nicht mehr nur auf der Anschaffung von Digitaltechnik, sondern es werden auch Bereiche wie Administration, Schulung und pädagogische Konzepte einbezogen.

Dies soll dabei helfen, erkannte Problemfelder aus der ersten Förderphase zu verbessern und die Digitalisierung nachhaltig in der Bildung zu verankern.

Zudem wurde Wert darauf gelegt, die Umsetzung weniger bürokratisch zu gestalten. Dies beispielsweise durch die Möglichkeit pauschaler Mittelverteilung und die Vereinfachung von Förderrichtlinien.

Digitalpark 2.0: wichtige Fakten im Überblick

Drei Kinder sitzen im Zuge des Digitalpakts 2.0 an einem Tablet und lernen

Wesentliche Eckpunkte des Digitalpakts 2.0 sind:

  • Laufzeit von 2026 bis 2030 (Abschluss der Umsetzung bis 2032 zulässig
  • Fördervolumen von 5 Milliarden Euro
  • Bereitstellung der Mittel durch Bund und Länder, je zur Hälfte
  • Investition in Forschung zum Thema „Digitales Lehren“

Neben der Aufteilung bei der Bereitstellung von Mitteln gewährt der Bund den Ländern auch mehr Freiraum bei der Gestaltung ihrer Umsetzungsverfahren. Zudem sind länderübergreifende Vorhaben (LüV) vorgesehen und es werden Mittel hierfür reserviert. Dadurch können Länder gemeinsam Projekte initiieren und den Verwaltungsaufwand minimieren. Beispiele hierfür sind etwa gemeinsame Cloudlösungen oder Bildungsplattformen.

Welche Ziele verfolgt der Digitalpakt?

Angestrebt wird im Digitalpakt 2.0 der ganzheitliche Ausbau der digitalen Infrastruktur. Er gliedert sich entsprechend in mehrere Kategorien:

  • Netzwerke und Server: Ein sinnvoller Einsatz digitaler Technik ist nur möglich, wenn die notwendige und leistungsfähige Netzwerkanbindung vorhanden ist. Dies umfasst etwa den Breitbandausbau und auch die Versorgung mit WLAN in Schulgebäuden, da ansonsten etwa keine Nutzung von Mobilgeräten wie Tablets möglich ist. Zudem sind Server als Datenspeicher und zur Bereitstellung von Anwendungen erforderlich.
  • Endgeräte: Nach wie vor ist die flächendeckende Versorgung mit zeitgemäßen Laptops und Tablets in Schulen nicht abgeschlossen. Folgerichtig ist auch deren Beschaffung noch förderwürdig.
  • Digitale Lernplattformen: Auch wenn leistungsfähige Technik die Grundvoraussetzung ist, die Qualität der Bildungsangebote hängt viel unmittelbarer von der eingesetzten Software ab. Entsprechend wird der Einführung digitaler Lernplattformen die notwendige Relevanz zugestanden.
  • Administration: Ein effektiver und nachhaltiger Einsatz digitaler Technik ist nur möglich, wenn die kompetente Administration sichergestellt wird. Geräte müssen korrekt eingerichtet und auf dem aktuellen Stand gehalten werden. Hierzu sind in vielen Fällen auch entsprechende Tools erforderlich. Zudem ist es ab einer bestimmten Größe der Infrastruktur nicht mehr sachgerecht, wenn etwa Lehrpersonal die Administration im Nebenamt übernimmt.
  • IT-Sicherheit: Die zunehmende Digitalisierung bringt es mit sich, dass vermehrt sensible Daten verarbeitet werden. Zudem ist es wichtig, dass die Infrastruktur zuverlässig funktioniert. Ein Ausfall von Komponenten stört die Unterrichtsgestaltung. Aus diesem Grund muss die IT-Sicherheit von vornherein berücksichtigt werden.
  • Digitale Kompetenzen: Der Aufbau digitaler Kompetenzen beginnt bei den Lehrkräften, damit der Einsatz von entsprechender Technik nicht vom Kenntnisstand und der Motivation des Lehrpersonals abhängig ist. Gleichzeitig sollen der kompetente und reflektierte Umgang mit digitalen Endgeräten sowie digitalen Inhalten durch Schülerinnen und Schüler gefördert werden.

Nur wenn alle Bereiche ausreichend berücksichtigt werden, führt der Digitalpakt 2.0 dazu, dass die Förderung zu einem langfristigen Erfolgsmodell wird.

Welche Maßnahmen werden gefördert

Eine funktionierende IT-Infrastruktur für Schulen benötigt einen entsprechenden Unterbau, der in verschiedene aufeinander aufbauende Schichten unterteilt werden kann. Das Bildungsministerium des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen beschreibt diese etwa in seinem „Leitfaden für Effizienz in IT-Support und IT-Beschaffung für die Schulen in NRW“.

Wesentliche Säulen darin sind:

  1. Bereitstellung einer Basis-Infrastruktur unterteilt in Gebäude- und Rauminfrastruktur: Dies umfasst die komplette technische Ausstattung von Netzwerkkomponenten bis hin zu Endgeräten und beispielsweise interaktiven Tafeln.
  2. Support: Hierbei erfolgt eine Unterteilung in die Level 0 für einfache Fragen zu Bedienung aufsteigend bis hin zu Level 3 zur Lösung komplexer Fragestellungen.
  3. Inbetriebnahme von Systemen: Dies beinhaltet sowohl den Aufbau der Technik als auch die Installation von Betriebssystemen und Software.
  4. Weiterentwicklung: Hierzu gehört die Bereitstellung von Services und organisatorischen Strukturen. Insbesondere muss der Betrieb nach der Erstinstallation im Alltag abgebildet werden.
  5. Mitarbeiterschulung und Beratung: Anwender müssen zielgerichtet fortgebildet werden, Ansprechpartner benötigen Qualifikationsmaßnahmen, Entscheider sollten fachkundig beraten werden.
  6. Beschaffung: Hierunter fällt z. B. das gesamte Lifecycle-Management. Bedarfe müssen ermittelt werden. Bestellungen und Lieferungen müssen erfolgen. Das laufende Lizenzmanagement und Asset-Management ist ein weiterer wesentlicher Faktor.
  7. Projekte und Strategie: Das eigene Portfolio und Projekte bedürfen eines Managements. Zudem spielen die langfristige Planung und Finanzierung eine Rolle, etwa wenn Folgekosten von Lizenzen und der Lifecycle von Geräten betrachtet werden.
  8. IT-Sicherheit und Informations-/Datenschutz: Der verantwortungsbewusste Umgang mit Daten ist im Umfeld öffentlicher Einrichtungen eine Selbstverständlichkeit. Hierfür müssen notwendige Vorkehrungen getroffen werden. Dazu gehört die entsprechende Infrastruktur mit Firewalls, Virenschutzkonzepten und beispielsweise VPNs für den Fernzugriff. Ebenso die Gewährleistung, Sicherheitsupdates zeitgerecht einzuspielen.

Die Schwerpunktsetzung macht bereits deutlich, dass die Digitalisierung und das notwendige Bewusstsein für eine ganzheitliche Betrachtung spätestens mit dem Digitalpakt 2.0 im Bildungssektor angekommen sind. So nimmt etwa das ganzheitliche IT-Asset-Management den Raum ein, den es gerade in Unternehmen häufig schon seit Jahren hat.

Wer kann Fördermittel beantragen?

Klasse von jungen Schülern lernt an Laptops in der Klasse

Berechtigt zur Beantragung von Fördergeldern ist in der Regel der Schulträger. Dies können je nach Schulform also Kommunen, Landkreise, Kirchen, aber auch private Träger sein. Details legen die Bundesländer zurzeit in ihren Förderrichtlinien zum Digitalpakt 2.0 fest. Entsprechend sind regionale Unterschiede bei den Antragswegen möglich.

Herausforderungen bei der Digitalisierung von Schulen

Die Digitalisierung bringt immer auch Herausforderungen mit sich. Liegt der Fokus anfangs oft auf der Bereitstellung und der Anwendung in der Praxis, so zeigt sich meist schnell, dass die systematische Geräteverwaltung von immenser Bedeutung ist. Instandhaltung und Support müssen organisiert werden. Dafür ist es etwa wichtig, dass Zuordnung und Zustand von Assets bekannt sind.

Ressourcen müssen optimal genutzt und verteilt werden. Hierfür ist eine effiziente Inventarisierung notwendig. Diese muss zugleich möglichst einfach und intuitiv sein, damit möglichst wenig wertvolle Zeit durch Bürokratie beansprucht wird.

Datenschutz und IT-Sicherheit bringen in den eher heterogenen Netzwerken von Schulen weitere Herausforderungen mit sich. Berechtigungskonzepte, sichere Authentifizierungsverfahren und Notfallkonzepte für Sicherheitsvorfälle sind Grundvoraussetzungen.

Das ganzheitliche IT-Asset-Management adressiert viele der aufkommenden Anforderungen.

Warum digitales Asset Management an Schulen immer wichtiger wird

Die Anzahl und Vielfalt unterschiedlicher Geräte nehmen zu. Verwaltet werden müssen stationäre Komponenten und Endgeräte, die an Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler ausgegeben wurden. Aktive Elemente in Netzwerken dürfen nicht übersehen werden. Ebenso sind die Pflege und Aktualisierung von Betriebssystemen sowie Anwendungen essenziell.

Um den daraus resultierenden Anforderungen gerecht werden zu können, ist Transparenz über Standorte und den aktuellen Ist-Zustand notwendig. Eine ganzheitliche Inventarverwaltung mithilfe spezialisierter Software stellt hierfür benötigte Werkzeuge bereit.

Der Leitfaden des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen zum Digitalpakt 2.0 weist aus diesem Grund auf die Vorteile eines zentralen Gerätemanagements hin. So wird herausgestellt, dass ein zentrales Management für Zeitersparnis, Effizienz und eine höhere Produktivität sorgen kann.

Zahlreiche Schulen und Bildungseinrichtungen setzen für die Geräteverwaltung auf die cloudbasierte Lösung von Timly. Diese ermöglicht eine strukturierte Erfassung sämtlicher Objekte in einem System – egal, ob es sich um Komponenten der Infrastruktur handelt oder um Software.

Dabei erfolgt eine Kennzeichnung der Assets mittels QR-Codes. Flexible Zugriffsmöglichkeiten, etwa per Timly App, bieten die notwendige Flexibilität, um Standorte, Verantwortliche oder Meldungen von Schäden einfach erfassen zu können. Relevante Informationen sind einfach abrufbar. Zudem lassen sich wichtige strategische Informationen effektiv herausfiltern.

Nachhaltige Nutzung von Fördermitteln

Die nachhaltige Digitalisierung erfordert mehr als die Beschaffung von Hard- und Software. Es geht im Digitalpakt Deutschland darum, Prozesse zu digitalisieren. Wartungsstrategien und Lifecycle-Management müssen langfristig ausgerichtet sein. Schulung und Support gehören als feste Bestandteile zur IT-Einführung. Die Verwaltung der IT-Infrastruktur sollte möglichst effizient und transparent erfolgen.

Praxisbeispiel: Digitalisierung im Schulalltag

Die Anforderungen an ein IT Asset Management sind unterschiedlich, lassen sich mit der passenden Inventarsoftware aber umfassend abbilden:

  • Die Verwaltung von Tablets ist unkompliziert möglich, indem sie per QR-Code erfasst werden. Hinterlegte Strukturen wie Standorte, Jahrgangsstufen und Schulklassen sorgen für Übersicht.
  • Eine Ausgabe von Geräten, etwa an Lehrkräfte für eine Unterrichtseinheit, lässt sich durch ein einfaches Einscannen von Personalnummer und QR-Code des Assets in Sekundenschnelle und ohne aufwändige Eingaben umsetzen.
  • Die Inventarisierung von IT-Assets kann durch vorgefertigte Schablonen und die Mehrfacherfassung mit wenig Zeitaufwand erfolgen.
  • Schäden lassen sich in der Timly App melden und notwendige Reparaturen im Ticketsystem verfolgen.

Fazit: Digitalisierung benötigt nachhaltige Strukturen

Das Bewusstsein für erforderliche Investitionen in die Digitalisierung im Bildungswesen wird mit dem Digitalpakt 2.0 untermauert. Doch die Initiatoren haben mit dem Digitalpakt Förderung nicht einfach verlängert, sondern weiterentwickelt. Schulen erhalten nun auch die Möglichkeit, langfristig notwendige Strukturen für eine nachhaltige IT-Infrastruktur aufzubauen.

Ein wichtiger Baustein ist hierbei ein professionelles IT-Asset-Management. Geräteverwaltung, Lizenzmanagement und die Abbildung eines Lifecycles sind mit einer Software wie Timly – die auf die Bedürfnisse einer Bildungseinrichtung zugeschnitten ist – ganzheitlich möglich.

FAQs: Häufige Fragen zum Digitalpakt 2.0

Zum Lizenzmanagement gehören sechs Kernaufgaben: der vollständige Lizenzbestand muss erfasst und Softwareversionen sowie Patchlevel dokumentiert werden. Verträge und Lizenzbedingungen sind laufend zu verwalten, Laufzeiten rechtzeitig zu überwachen und Verlängerungen oder Kündigungen frühzeitig einzuplanen. Hinzu kommen die Überwachung der ordnungsgemäßen Nutzung sowie die regelmäßige Prüfung der Compliance – etwa in Bezug auf die DSGVO. Für anstehende Audits sollten alle relevanten Informationen jederzeit abrufbar sein.

Fehlende oder abgelaufene Lizenzen können gravierende Folgen haben: Im operativen Betrieb droht, dass Anwendungen nicht mehr starten oder vertraglich nicht mehr genutzt werden dürfen. Kritischer wiegt jedoch, dass für unlizenzierte Software keine Sicherheitsupdates bereitgestellt werden – ein erhebliches IT-Sicherheitsrisiko. Rechtlich ist der Einsatz unlizenzierter Software in der Regel strafbar und kann Compliance-Verstöße nach sich ziehen, etwa bei der Verarbeitung personenbezogener Daten nach DSGVO.

Excel-Listen stoßen bei der Lizenzverwaltung schnell an ihre Grenzen: Sie bieten keine automatisierten Laufzeitüberwachungen, keine Echtzeit-Auswertungen und keine strukturierten Zuordnungen von Software zu Geräten oder Nutzern. Eine spezialisierte Lösung wie Timly hingegen erfasst alle Lizenzparameter zentral, erinnert Verantwortliche automatisch vor Ablauf von Fristen und ermöglicht umfassende Reporting-Funktionen – für mehr Transparenz, Kostenkontrolle und Audit-Sicherheit.