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Warum der Lagerbestand so relevant ist

Der Lagerbestand ist essenzieller Bestandteil jedes Unternehmens mit Warenwirtschaft. Die aktuellen Volumina sind entscheidend für die Liquiditätsplanung, Kapitalbindung und die Organisation der gesamten Lagerhaltung. Unternehmen, die den eigenen Bestand gezielt steuern, behalten jederzeit den Überblick über eingelagertes Material, Rohstoffe, Handelsware oder Fertigprodukte. Mit den richtigen Formeln zur Lagerbestandsberechnung lässt sich die Entwicklung genau messen sowie optimieren – das spart Lagerkosten und verbessert die Umschlagshäufigkeit.

Lagerbestand: eine Definition

Der Lagerbestand beschreibt die Menge an Waren oder Materialien, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Lager eines Unternehmens befinden. Die Unterscheidung zwischen aktuellem Lagerbestand, Soll-Bestand und Meldebestand ist dabei zu beachten:

  • Aktueller Lagerbestand: Tatsächlich vorhandene Menge im Lager
  • Soll-Bestand: Wunschbestand, der für laufende Prozesse nötig ist
  • Meldebestand: Schwellenwert, bei dessen Unterschreitung eine Nachbestellung ausgelöst wird

Das exakte Monitoring des Lagerbestandes unterstützt Einkauf, Logistik sowie die Liquiditätsplanung und hilft dabei, Kapitalbindung und Lagerkosten zu optimieren.

Durchschnittlicher Lagerbestand: Definition & Bedeutung

Der durchschnittliche Lagerbestand gibt an, wie viele Waren ein Unternehmen im Schnitt über einen bestimmten Zeitraum vorhält. Er ist besonders wichtig, um Lagerkennziffern wie die Umschlagshäufigkeit oder die durchschnittliche Lagerdauer zu bestimmen. Durch die Berechnung des Durchschnitts erhält man realistische Anhaltspunkte für die Planung und Optimierung von Lagerbeständen – das wirkt sich positiv auf die Liquidität und die Kosteneffizienz aus.

Formel für den durchschnittlichen Lagerbestand (DL)

Die Standardformel, um den durchschnittlichen Lagerbestand zu berechnen, lautet:

  • DL=(Anfangsbestand + Endbestand) : 2

Stehen Zwischenbestände zur Verfügung, kann eine alternative Formel genutzt werden:

  • DL=(Anfangsbestand + Endbestand + ∑ Zwischenbestände) : Anzahl der Bestände

Nachfolgend erklären wir die benötigten Variablen:
Der Anfangsbestand ist der Bestand im Lager zu Beginn der Periode, also dem betrachteten Zeitraum. Dabei muss es sich nicht um das gesamte Geschäftsjahr handeln. Eine feinere Aufgliederung kann sinnvoll sein, wenn beispielsweise saisonabhängige Faktoren eine Rolle spielen. Der Endbestand stellt analog den Wert am Ende des betrachteten Zeitraums dar. Mit der Erhebung von Zwischenbeständen wird das Ergebnis aussagekräftiger.

Beispielrechnung
Zur Veranschaulichung haben wir eine Beispielrechnung angefügt. Sie geht davon aus, dass ein Unternehmen zu Jahresbeginn einen Lagerbestand im Wert von 100.000 € hat, am Ende des Jahres beträgt dessen Wert 140.000 €.

DL=(100.000 + 140.000) : 2 = 120.000

Daraus folgt also, dass das Unternehmen einen durchschnittlichen Warenwert von 120.000 € im Lager vorhält. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Erhebung von Zwischenbeständen das Ergebnis deutlich aussagekräftiger machen würde.

Lagerkennziffern: Einfluss des Lagerbestands

Der Bestand im Lager beeinflusst viele wichtige Lagerkennziffern:

  • Umschlagshäufigkeit: Zeigt, wie oft der Bestand innerhalb eines Zeitraums verkauft und ersetzt wurde
  • Lagerdauer: Gibt an, wie lange Waren durchschnittlich im Lager bleiben
  • Kapitalbindungsdauer: Errechnet, wie lange Kapital im Lager gebunden ist

Die regelmäßige Analyse und Optimierung dieser Kennzahlen tragen dazu bei, die Wirtschaftlichkeit des Lagers zu steigern und die Liquidität zu sichern, etwa indem keine unnötige Lagerhaltung erfolgt.

Formel für die durchschnittliche Lagerdauer
Eine gängige Formel zur Berechnung der durchschnittlichen Lagerdauer ist:

  • Durchschnittliche Lagerdauer=365 : Umschlagshäufigkeit

Dadurch wird ersichtlich, wie lange Lagerbestände im Durchschnitt gelagert werden, bevor sie verkauft oder verbraucht werden.

Der Einfluss auf Kapitalbindung und Lageroptimierung

Wird der Lagerbestand optimiert, sinkt die Kapitalbindungsdauer. So kann Unternehmenskapital freigesetzt und effizienter in anderen Bereichen eingesetzt werden – beispielsweise für Innovationen oder die Expansion. Zudem sinkt das Risiko von Wertverlust durch Preisschwankungen des Werts der gelagerten Artikel sowie von Ausfällen durch Überlagerung oder andere Einwirkungen.

Lagerbestand optimieren: Tipps aus der Praxis

Um den Bestand im Lager gezielt zu optimieren, helfen folgende Strategien:

  • Reduzierung unnötiger Bestände durch präzise Bedarfsplanung und Bedarfsanalysen
  • Einsatz von Just-in-Time-Beschaffung zur Minimierung von Lagerhaltungskosten
  • Dynamische Bestellmengen statt starrer Wiederbestellpunkte
  • Sicherheitsbestände regelmäßig überprüfen und anpassen
  • Risiken durch Über- und Unterbestände identifizieren und vermeiden
  • Regelmäßiges Monitoring der Kennzahlen wie Umschlagshäufigkeit, Lagerdauer, Kapitalbindung

Automatisierte Lagerbestandsverwaltung mit Timly

Traditionelle Methoden wie die Verwaltung in Excel oder manuelle Erfassung in Lagerbüchern sind fehleranfällig und zeitaufwendig. Gerade bei inhomogenen Beständen oder der Verteilung auf verschiedene Lagerorte werden diese Methoden schnell unübersichtlich. Daten müssen zudem permanent manuell verknüpft und zusammengeführt werden.

Moderne digitale Lösungen, etwa von Timly, bieten dagegen zahlreiche Vorteile:

  1. Der Datenbestand wird zentral und cloudbasiert in einer Datenbank gespeichert.
  2. Dadurch gibt es nur eine Quelle, aus der sich benötigte Informationen filtern lassen.
  3. Die Erfassung und Aktualisierung von Beständen erfolgen intuitiv über vorgefertigte Profile.
  4. Buchungen sind automatisiert mit der Timly-App möglich, in der die QR-Codes der jeweiligen Warengruppe eingescannt werden.
  5. Echtzeit-Dashboards sorgen für maximale Transparenz. Die Überwachung von Soll-Beständen erfolgt automatisiert. Bei Erreichen des Meldewerts versendet das System eine Information an Verantwortliche.

In der Verwaltung ist die Berechnung vom aktuellen Bestand nicht mehr nötig, da Informationen für jede beliebige Organisationseinheit gefiltert werden können. Dadurch ist die Feststellung von Kennzahlen wie durchschnittlicher Lagerbestand, Umschlagshäufigkeit sowie Lagerdauer direkt im System möglich.

Die Anbindung an bestehende Systeme für Enterprise Ressource Planning (ERP) sowie Warenwirtschaft ist über integrierte Schnittstellen möglich. Dabei haben Sie für Standardanwendungen wie DATEV, SAP und ABACUS vorgefertigte Module zur Verfügung. Die REST-API bietet zudem eine freie Integration beliebiger anderer Lösungen.

Mit der Digitalisierung der Lagerbestandsverwaltung durch Timly werden Prozesse schlanker, effizienter und nachvollziehbar. Die Liquiditätsplanung, Inventur und Kontrolle lassen sich zeitgemäß gestalten – ganz ohne Medienbrüche.

Vorteile der digitalen Lösung von Timly

Eine ganzheitliche Inventarverwaltung mit Timly bietet zahlreiche Vorteile. So trägt die automatische Verwaltung von Daten zur Fehlerreduzierung bei. Durch die QR-Codes sind Verwechslungen von Artikelgruppen weitgehend ausgeschlossen. Zudem ist eine Buchung direkt am jeweiligen Arbeitsort möglich, da für die Nutzung der Timly-App bereits ein Smartphone genügt. Das verringert Risiken, die entstehen, wenn Buchungen zwischengespeichert und später übertragen werden müssen.

Die App ist zudem so gestaltet, dass manuelle Eingaben vor Ort nahezu entfallen. Bestände können zeitsparend einfach erhöht oder verringert werden, indem etwa eine Zuweisung per QR-Code erfolgt. Die Bedienoberfläche ist optimiert für die Nutzung vor Ort, auch bei schlechten Sicht- und Witterungsverhältnissen, wie sie in Außenbereichen möglich sind.

Die Transparenz für die Verwaltung wird erhöht. Alle Lagerkennzahlen sind auf Knopfdruck abrufbar und ermöglichen schnelle Auswertungen. Der Inventurmodus sorgt für eine erleichterte Inventur. Sie ist jederzeit digital durchführbar, auf Wunsch auch als Selbstinventur für vor Ort gelagerte Bestände.

Haben Sie Interesse an einer digitalen Lagerverwaltung? Jetzt kostenlose Demo von Timly buchen und das volle Optimierungspotenzial nutzen.

Fazit: Wirtschaftlichkeit des Unternehmens immer im Blick

Der durchschnittliche Lagerbestand ist eine zentrale Kennzahl für das Bestandsmanagement und das gesamte Lageroptimierungskonzept. Wer mit den richtigen Formeln und Tools arbeitet, behält nicht nur den Überblick, sondern verbessert auch die Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens. Mit digitalen Lösungen wie Timly lassen sich Lagerbestände, Kennzahlen und die Liquiditätsplanung fortlaufend automatisiert optimieren – für effiziente und nachhaltig erfolgreiche Prozesse.

FAQs: häufig gestellte Fragen zum Lagerbestand

Der Lagerbestand ist die Warenmenge, die Unternehmen zu einem festgelegten Zeitpunkt in ihren Lagern zur Verfügung steht. Dabei kann es sich um Fertigwaren, Hilfsstoffe sowie Rohstoffe handeln.

Die einfachste Formel sieht wie folgt aus:

Durchschnittlicher Lagerbestand (DL)=(Anfangsbestand + Endbestand) : 2

Im Lagerbestand sind alle Güter und Materialien eines Unternehmens enthalten. Das können, je nach Unternehmen, Handelswaren, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sein. Auch halbfertige und fertige Erzeugnisse gehören dazu.